Becken- und Acetabulumfrakturen sind meist Folge einer Hochrasanzverletzung bzw. eines Sturzes aus großer Höhe, wie sie z.B. bei Arbeitsunfällen (Gerüststurz) oder Wegeunfällen (Verkehrsunfall) auftreten. Der Altersgipfel dieser schweren Verletzungen findet sich zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Obwohl die Mortalität dank intensiver Forschung im Bereich der Akutversorgung in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist, ist die gesundheitsbezogene Lebensqualität oft für viele Jahre reduziert und die Rückkehr in das Erwerbsleben deutlich erschwert.
Nachdem das IFR Ulm eine in 2014 begonnen Pilotstudie zur Bestimmung der Prädiktoren des Rehabilitationserfolgs nach Becken- und Acetabulumfrakturen abgeschlossen hat, wird nun mit der im Multizenteransatz durchgeführten Hauptstudie begonnen. Das Ziel der Untersuchung ist die langfristige Überprüfung des Rehabilitationserfolgs sowie die Identifikation von Prädiktoren des Heilungsverlaufs. Mittels dieser Prädiktoren sollen Empfehlungen für die Rehabilitation abgeleitet werden, um sowohl die Alltagsaktivität, als auch die berufliche Leistungsfähigkeit der Patienten zu verbessern und somit die Wiedereingliederung in das Berufsleben frühzeitig zu erreichen.
Die Studie wird in Zusammenarbeit mit der AG Becken III der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (DGU/AO) durchgeführt und erhält eine Förderung durch die Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.
Weitere Informationen zum Projekt „Prädiktoren des Rehabilitationserfolgs nach Becken- und Acetabulumfrakturen“ erhalten Sie unter dem Reiter Projekte